Im Februar war Was denkst du? mit dem Planspiel „Reise nach Futuria: Die KI, wir und das gute Leben“ in einer Kreuzberger Grundschule zu Gast. In vier Workshoprunden philosophierten Schüler:innen der 5. und 6. Klassen darüber, was ein gutes Leben ausmacht und welche Rolle moderne Technologien und künstliche Intelligenz darin spielen.
Im Rahmen eines Gedankenexperiments schlüpften die Schüler:innen in die Rolle von Junior-Expert:innen, die die Regierung der fiktiven Insel Futuria zum zukünftigen Umgang mit KI und Robotik beraten, und setzten sich argumentativ mit dem Einsatz verschiedener Technologien auseinander. Diese liegen in der Realität meist schon im Rahmen von Studien vor.
Positiv bewerteten die Gruppen die Nutzung verschiedener Tools im Gesundheitsbereich oder wenn daraus mehr Zeit für die Familie, Erholung und Freizeit hervorginge – allesamt Aspekte, die sie klar mit einem guten Leben verbinden. Die Prototypen, die sie selbst in einer Werkstattphase im Anschluss an die Diskussion entwickelten, dienten entsprechenden Zwecken.
Die Schüler:innen verwiesen aber auch die Gefahren, wenn bestimmte Technologien Menschen ersetzen sollen, ohne es zu können, oder wenn sie nicht mehr freiwillig nutzbar seien und nicht kontrollierbar. Auch könnten Kompetenzen beim Menschen verkümmern, wenn bestimmte Aufgaben dauerhaft abgegeben würden. Der Mensch bleibe in vielen Bereichen unersetzbar.
Die Diskussionen leitete Margarethe Finger, die das Projekt federführend mit konzipierte und jetzt weiterentwickelt. Weitere Informationen zu dem Angebot finden interessierte Schulklassen unter Kinderkurse. (M.F./E.S.)



