Comicworkshops in der Pumpe

Beim Mitscribbeln werden Gesprächsinhalte visualisiert.

Wie in den letzten beiden Jahren durfte auch in diesem Projektjahr das Comiczeichnen bei den Berliner Denkspielplätzen nicht fehlen. Unsere beiden Schulklassen kamen hierzu Anfang März ins JugendKulturZentrum Pumpe in Tiergarten und lernten damit eine weitere Station auf ihrer Reise durch die beteiligten Berliner Kultureinrichtungen kennen. Die Fragen der beiden Vormittage lauteten: „Wie wäre es, der letzte Mensch zu sein?“ und „Was ist Mut?“ Thomas Henseler und Arinda Craciun begleiteten die künstlerischen Phasen.

Die Pumpe empfing uns an beiden Tagen mit strahlendem Sonnenschein. In die Geschichte des Orts führten uns Franziska Rufflet und Zindi Hausmann ein, auf der Abenteuerreise, die Martin zum Thema Mut umsetzte, erkundete die Klasse der Paul-Klee-Grundschule sogar die große Pumphalle, nach der das Haus benannt ist.

Der letzte Mensch zu Gast im Plenum: Welche Fragen möchtet ihr im stellen?

Beim Philosophieren erzählten die Kinder von Situationen, in denen sie besonders mutig waren. Sie arbeiteten diese später detailliert in den Comics aus. Gespräch und Werkstatt zeigten, dass den Menschen unterschiedliche Dinge Angst machen und daher Mut erfordern, es aber auch Gemeinsamkeiten gibt. Wichtig sei, sich nicht unter Druck zu setzen. „Man kann nicht immer alles schaffen“, fanden die Kinder. Deshalb müsse man auch nicht immer Mut haben, „man kann auch einfach mal Angst haben.“ Manchmal schütze einen die Angst davor, sich zu überschätzen.

Bei dem Workshop zum letzten Menschen wurde klar, wie wichtig Gemeinschaft für den Menschen ist. Denn so schön die Freiheit sein mag, die das Alleinsein mit sich bringt, so schwierig, traurig und gefährlich ist es, wenn man ganz auf sich gestellt ist. Einsamkeit und Alleinsein sind etwas ganz anderes, wobei Menschen sich auch unter Menschen einsam fühlen können. Die Teilnehmenden der Mercator-Grundschule illustrierten die Probleme des letzten Menschen, aber auch die Vorzüge, die er für sich daraus ziehen könnte (zumindest anfangs).

Für die Arbeit mit verschiedenen Szenarien eignet sich die Verbindung von Philosophieren mit dem Zeichnen von Comics ausgezeichnet, wie wir auch dieses Mal wieder feststellten. Danke an Arinda und Thomas für die tolle Zusammenarbeit und an das Team der Pumpe für die Unterstützung! (E.S.)