Die Denkspielplätze bei Leipzig denkt

Rund um den Welttag der Philosophie am 20. November 2025 waren wir mit den Berliner Denkspielplätzen beim Festival Leipzig denkt zu Gast, welches das Transformatorenwerk Leipzig auch in diesem Jahr über die ganze Stadt hinweg umsetzte. Der Programmteil Was wäre, wenn? richtet sich nur an Kinder und Jugendliche, wobei das Festival in diesem Jahr unter der Überschrift Kunst und Philosophie stand. Etliche Veranstaltungen fanden daher an Orten der kulturellen Bildung statt, in Galerien und Museen.

An den drei Tagen konnten wir zwei theatrale Denkspielplätze umsetzen und unser Projekt den Partner:innen und Besucher:innen des Festivals präsentieren, sowohl im Rahmen eines internen Symposiums am Vorabend als auch bei einer Podiumsdiskussion zum „Potenzial der Künste beim Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen“ in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig (GfZK). Eva Stollreiter berichtete hier von den Chancen und Herausforderungen, die sich bei der Verbindung von Kunst und Philosophie in den letzten Jahren gezeigt hätten.

Die Verbindung von beidem überzeugte die Schüler:innen einer 6. Klasse bei dem Vormittag mit Isabell Köster und Cielo Faccio zum Thema „Wahrheit“ im Heinrich-Budde-Haus: „Ich bin überrascht“, sagte ein Schüler am Ende, „dass Philosophieren und Theaterspielen so gut zusammenpassen.“ „Und dass aus dem Spiel so viel hervorgegangen ist“, ergänzte ein anderer. Mit Gedankenexperimenten, gestischem Stille-Post-Spiel und verschiedenen anderen Übungen konnten sie tief in das Thema einsteigen.

Bei dem zweiten Denkspielplatz in der Schule zum Thema „Kunst“, untersuchten die Schüler:innen der 3. Klasse ganz genau ihre Schulräume und trugen Kriterien dafür zusammen, ab wann etwas Kunst ist. In Standbildern wurden sie selbst zu Bildhauer:innen und Skulpturen und führten schließlich Szenen auf, die entweder Kunst oder Nicht-Kunst darstellten. Ob auch die Natur als Kunst gelten kann, blieb offen. „Gott ist der Künstler, der sie geschaffen hat.“ meinten viele. Denn Geschaffen- oder Entstandensein seien ein wichtiger Anhaltspunkt dafür, ob etwas Kunst ist. (E.S.)

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